Projektgeschichte
Das Programm HAWA V baut auf mehr als einem Jahrzehnt kontinuierlicher Zusammenarbeit und Lernerfahrung in Westafrika auf. Es geht zurück auf die HAWA-Pilotphase (2013–2016) sowie die darauf folgenden Projektphasen II (2016–2018), III (2019–2021) und HAWA IV (2022-2024). Diese Phasen haben eine robuste Grundlage für die langfristige Partnerschaft zwischen dem Austrian Centre for Peace (ACP) und dem Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) geschaffen und HAWA als regional anerkanntes Programm an der Schnittstelle von humanitärer Hilfe, Friedensförderung und Sicherheit etabliert.
HAWA ist Teil eines langfristigen Engagements Österreichs für Frieden, Sicherheit und Resilienz in Westafrika und wird im Sinne des 3C-Ansatzes (Coherence, Coordination, Complementarity) umgesetzt. Dieser Ansatz fördert das abgestimmte Zusammenwirken staatlicher Institutionen und zivilgesellschaftlicher Organisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe, Friedensförderung und Sicherheit im Sinne des HDP-Nexus – insbesondere in fragilen Kontexten, in denen isolierte Maßnahmen nicht ausreichen.
Inhaltlich orientiert sich HAWA V an zentralen internationalen und regionalen Grundlagendokumenten, darunter die Regionalansatz der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Subsahara-Afrika 2020–2030, das Dreijahresprogramm der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit 2025–2027 sowie das Sendai Framework for Disaster Risk Reduction 2015–2030. Auf regionaler Ebene ist das Programm eng abgestimmt mit dem ECOWAS Conflict Prevention Framework (ECPF), der ECOWAS Regional Climate Strategy und der ECOWAS Policy for Disaster Risk Reduction.
HAWA IV – Kurzüberblick
Im Zentrum von HAWA IV standen qualifizierende Trainings am KAIPTC, die Förderung regionaler Vernetzung sowie die Stärkung von Katastrophenmanagementstrukturen in den westafrikanischen Ländern Senegal, Mali, Niger, Nigeria und Burkina Faso. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Förderung der Karriereentwicklung von Frauen in der humanitären Hilfe sowie auf Forschung und Beratung zu geschlechtergerechten Zugängen. Die in HAWA IV gewonnenen Erfahrungen und Netzwerke bilden eine wesentliche Grundlage für die inhaltliche Weiterentwicklung von HAWA V.
Geschlechtergerechtigkeit
Das Projekt ist mit dem OECD DAC Gender Equality Policy Marker 1 klassifiziert. Neben Gender Mainstreaming verfolgt HAWA transformative und intersektionale Ansätze, die Geschlecht in Verbindung mit weiteren sozialen Kategorien wie Alter, Herkunft oder Ethnizität berücksichtigen. Ansätze zur Agenda zu Frauen, Frieden und Sicherheit bilden eine wichtige inhaltliche Grundlage der HAWA-Trainings.
Beitrag zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs)
Auf internationaler Ebene orientiert sich HAWA V an globalen Rahmenwerken, die eine inklusive, klimaresiliente und gendersensible Krisenbewältigung und Friedensförderung vorantreiben. Das Programm bekennt sich klar zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und zum Prinzip „Leave no one behind“, wobei die Wechselwirkungen zwischen den Nachhaltigen Entwicklungszielen systematisch berücksichtigt werden.
Über seine Beiträge zu SDG 5 (Geschlechtergleichstellung), SDG 10 (Weniger Ungleichheiten) und SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) hinaus fördert HAWA V auch SDG 1 (Keine Armut), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele). Dies geschieht durch die Stärkung lokaler Resilienz, die Förderung inklusiver Governance-Strukturen, die Integration von Klimaschutz in Planungsprozesse sowie den Aufbau sektorübergreifender Partnerschaften.
In Kooperation mit






HAWA Team
Sophia Stanger, Acting Project Manager am ACP
Michael Novotny, HAWA Kursdirektor am KAIPTC
Princella Arkor Godzi, HAWA Stv. Kursdirektorin am KAIPTC
tba, HAWA Projektmitarbeiterin am Women Peace Security Institute (WPSI) /KAIPTC
