Arbeit und Wohnen um 1900

Die Sammlung Ludwig Toth zur Sachvolkskunde des Bezirkes Oberwart veranschaulicht das enge Zusammenspiel von Handwerk, bäuerlichem Nebenerwerb und Familie auf engem Raum.

Die Sammlung selbst stellt die größte, umfangreichste und thematisch geschlossenste dieser Art im Burgenland dar:

Raum 2:
Wohnraum, Stube mit dem Akzent „Oberwarter Stube“, gegenüber befindet sich die Tischlerei, in Einzeldarstellungen werden die Bereiche „Spanschachteln und Kleintruhen“, „Hausbücher“, „Korbflechten“, „Besenbinden“, „Beleuchtung“, „Drechslerarbeiten“ und nicht zuletzt die „Tracht“ dargestellt.
Raum 3:
Keramikstube, mit einer Töpferwerkstätte und im Vorgarten dem Töpferofen. Daneben wird nicht nur die Formenvielfalt, sonder auch der Prozess der Keramikherstellung beleuchtet. Ein besonderer Abschnitt ist dem Zunftwesen und der Erzeugung von Habaner Ware in der Entwicklung von Frau Prof. Katja von Karnitschnigg-Schalk gewidmet.
Raum 4:
Kochen und Küche. Hier wird zunächst die Entwicklung der Küche an fünf ausgewählten Ofentypen dargestellt. Ergänzt wird der Bereich durch die Darstellung der Getreidesorten, der Vorratshaltung, der Gewürze und der Milchverarbeitung.
Raum 5:
Religiöse Volkskultur mit Grabdenkmalen, Eingerichtgläsern, Heiligen- und Andachtsbildern, Zunft- und Prozessionsfahnen, Weihwasserbrunnen, Tischkreuzen etc.
Raum 6:
Erzeugung von Leinen, beginnend mit dem Ausgangsprodukt bis zum Webstuhl. Von hier führt die Blaufärberei hin zur fertigen Marktware.
Raum 7:
Schneiderei und Wohnstube.
Raum 8:
Gang = Landschaft und Leute, gestaltet durch Großfotografien und akzentuiert durch Erzeugnisse der Tischlerei (Truhen und Kästen).